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Warum ist die Selbstständigkeit eine Option? - Deine Alternative zum Angestelltenverhältnis 

 

Schon als Kind bekommt man die Frage gestellt: „Was willst du denn später werden?“ Früh kommt dann etwas wie: Prinzessin, Astronaut, Schauspieler, Fußballer.
Wenn die Kinder älter werden, sind die Berufswünsche Tierarzt, Polizist, Pilot oder Lehrer. Aber welches Kind will Gründer werden? Außer als Kind von Unternehmern, hat diese Altersgruppe noch keine Berührungspunkte mit dem Thema Gründung und Selbstständigkeit.

Im weiteren Bildungsweg bekommen Kinder und Jugendliche die Chance in verschiedene Zweige hineinzuschnuppern, sei es durch Praktika, Planspiele oder erste Nebenjobs. Damit ist das Angestelltenverhältnis die logische Wahl nach der offiziellen Ausbildung. Die eigenen Stärken ausprobieren, wie ein Unternehmen funktioniert, Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln. Das sind alles gute Punkte für ein Angestelltenverhältnis. Genauso wie sicheres Einkommen, ein geregelter Arbeitstag und die Zuteilung der Aufgaben.

Warum also sollte man sich selbstständig machen?

Häufige Gründe für die Selbstständigkeit sind vor allem ein höheres Einkommen, die Freiheit der Gestaltung und die Flexibilität der Arbeitsorganisation. Gerade mit einer guten Idee hast du eine hohe Wahrscheinlichkeit ein höheres Einkommen zu verdienen als im Angestelltenverhältnis. Das sollte allerdings nicht dein Hauptgrund sein. Die Motivation für die Selbstständigkeit kommt aus dem Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung und Flexibilität. Doch der Grund für deine Gründung sollte der Glaube an deine Idee und dein Produkt sein.

Natürlich gibt es sowohl für das Angestelltenverhältnis als auch für die Selbstständigkeit Vor- und Nachteile. Entscheidend ist die eigene Persönlichkeit, welche Prioritäten gesetzt werden und welches Ziel du verfolgst.
Diese Merkmale solltest du als Gründer mitbringen oder dir zutrauen, sie zu lernen:

  • Durchhaltevermögen. Auch wenn es mal schwer wird, solltest du den Willen und die Kraft haben, deinen Weg weiter zu verfolgen und nicht aufzugeben.

  • Zeitmanagement. Als Gründer wird dir anfangs gefühlt alles über den Kopf wachsen. Es ist wichtig, dass du dir Taktiken und Prozesse zurechtlegst, um deine Zeit sinnvoll und effektiv einzuteilen.

  • Empathie. Als Gründer hast du mit Kunden, Lieferanten, Investoren und öffentlichen Institutionen zu tun. Um sie zu erreichen und auf Augenhöhe kommunizieren zu können, solltest du ihre Motivation und Ziele nachvollziehen und darauf eingehen.

  • Offenheit. Anders als im Angestelltenverhältnis bekommst du als Gründer keine zugeschnittenen Aufgabenpakete, sondern wirst dich um alles kümmern müssen. Hier brauchst du die Offenheit dir neue Fähigkeiten anzueignen und dich in neue Themengebiete einzuarbeiten.

  • Motivation. Deine Gründung hat einen Grund. Ob es die Verbesserung der Welt ist, die Überzeugung des Nutzens für deine Kunden oder dein Wunsch nach Freiheit in der Arbeitsgestaltung. Schreibe dir vorher deinen Grund auf und halte es dir vor Augen, wenn es schwer wird. Deine Motivation ist der Schwerpunkt auf dem dein Unternehmen basiert. 

  • Flexibilität. Kannst du deine Aufgaben ständig neu denken, auch außerhalb der 9-5 Arbeitszeiten arbeiten, Rücklagen für schlechte Monate bilden, auch privat mögliche Kunden ansprechen?

 
Gründer sein ist ein Experiment. Im besten Fall wird ein tolles Unternehmen daraus, im schlimmsten Fall merkst du, dass du doch lieber Angestellter bist. In beiden Fällen lernst du sehr viel dazu und kannst deine Stärken und Prioritäten ausloten und bestmöglich einsetzen.

Unser Tipp: Gründe dein Unternehmen im Nebengewerbe. So kannst du deine Idee ausprobieren und verlierst nicht die Sicherheit und das Einkommen deines Hauptjobs.

Du hast Fragen zur Gründung im Nebengewerbe? Melde dich jetzt noch für die Veranstaltung der IHK „Selbstständigkeit light“ am 15.11.2022 an: Zur Anmeldung.


Du willst testen, ob du ein guter Gründer wärst? Hier findest du den Gründer-Test von Clearer Thinking (Englisch, ca. 30 Minuten).